logo.gif (14844 Byte)  
     
 

                  

 

  die Rache der Azteken
andere Länder, andere Sitten - auch beim Essen

 

Als der spanische Eroberer Hernán Cortes den letzten Aztekenkönig Montezuma gefangen nahm, verfluchte der die Fremden, die in sein Land eingedrungen waren. Der Fluch wirkt bis in die heutige Zeit nach.. .

Wer freut sich nicht auf die abwechslungsreiche Küche in südlichen Ländern? Südfrüchte schmecken nach Süden, der Fisch nach Meer und um die langen Büffets der Hotels abzuarbeiten, braucht man fast ein Konditionstraining. Die Rache der Genüsse kommt oft schnell. Und plötzlich fesselt uns der fast 500 Jahre alte Fluch Montezumas mit Durchfall an Bett und Bad.

Sterne schützen nicht
Weder die Zwei-Sterne-Küche noch das Fünf-Sterne-Hotel schützen vor Montezumas Rache. Vor allem in südlichen Ländern kann uns der Reisedurchfall erwischen. Die hygie­nischen Standards sind in südlichen Ländern oft nicht in der gleichen Qualität aufrecht zu erhalten wie im kühlen Deutschland. Wenn täglich stundenlang mehr als 30 Grad Hitze auf die Lebensmittel einbrennen, können sich Keime wunderbar ver­mehren. Selbst Trinkwasser aus der Leitung ist nicht immer keimfrei - auch in großen Hotels können Krankheitserreger das Wasser verunreinigen.

Urlaub mit allen Sinnen genießen - dazu gehört auch, dass man sich das landestypische Essen schmecken lässt. Fasziniert von exotischen Speisen und würzigen Gerüchen kann kaum einer der Versuchung wider­stehen, hier und da etwas zu probie­ren. Ein Snack aus einer Straßenküche, dazu ein Schluck Saft aus der Karaffe, das frische Obst am Marktstand - und schon trifft 35 bis 50 Prozent aller Fernreisenden die Rache Montezumas. Meistens sind die körpereigenen Abwehrkräfte durch den Klimawechsel sowieso nicht in Topform: Der Biorhythmus
 

 
 

»Der Salat oder das Gemüse sind vor der Zubereitung frisch abge­waschen das haben Sie selbst beobachtet
 - mit Leitungswasser........


ist durch die Zeitverschiebung aus dem Takt geraten, ungewohnt heiße Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit kommen dazu. Wer jetzt noch die wichtigsten Regeln der Nahrungsmittelhygiene außer Acht lässt, verbringt schnell ein paar Tage zwischen Bett und Bad. Um sich vor Viren, Bakterien oder Parasiten zu schützen, sollte man sie einfach meiden oder entfernen. Wenn Früchte geschält, Leitungs­wasser und Fleischspeisen gekocht werden und das Essen heiß geges­sen wird, hat Montezuma wenig Chancen, Sie zu erwischen. Wo das nicht möglich ist, sollten Sie es vergessen mit den Genüssen.

Abgekochte Flüssigkeiten wie Tee oder Kaffee sind in der Regel risiko­frei, ebenso Bier und Wein. Bei Getränken, die mit Kohlensäure ver­setzt sind, ist das Infektionsrisiko geringer als bei Fruchtsäften, da Kohlensäure eine Art Konservie­rungsmittel ist, das die Haltbarkeit verbessert. Beim Abkochen sollten Sie darauf achten, dass das Wasser klar ist. Es sollte mehrere Minuten sprudelnd kochen.

Gefrorene Keime
Der Teufel steckt jedoch auch hier im Detail. Da hat man sich die Cola in der Originalflasche ungeöffnet bringen lassen, lässt aber beim Betrachten der wunderbaren Land­schaft gedankenverloren ein paar Eiswürfel hinein plumpsen. Sind die Eiswürfel nicht mit abgekochtem Wasser erstellt, wird's kritisch. Der Salat oder das Gemüse sind vor der Zubereitung frisch abgewa­schen, das haben Sie selbst beob­achtet - mit Leitungswasser...
Hat es Sie doch einmal erwischt, geht es Ihnen wie etwa 6 Millionen anderen Reisenden jährlich, und Sie leiden unter der mit Abstand häufigsten Reisekrankheit.
Die so genannte Reisediarrhoe wird begleitet von Unwohlsein, Übelkeit, Blähungen, Bauchkrämpfen und manchmal auch von Fieber. So ungefährlich die Symptome auch sind - es sei denn, es handelt sich um eine Vergiftung - so lästig ist es, wenn der Drang zur Toilette zum alles beherrschenden Thema wird. Der Körper leidet jetzt unter extre­mem Wasserverlust. Der muss un­bedingt ausgeglichen werden. Trinken Sie mindestens vier Liter Flüssigkeit und nehmen Sie Elektro­lyte zu sich. Erstaunlicherweise hel­fen Cola und Salzstangen. Warum es hilft, weiß man nicht so genau. Vermutlicht liegt es an der Kombina­tion aus Flüssigkeit, Zucker, Salz und Koffein.

Vorbeugen und heilen
An Medikamenten helfen Loperamid-Präparate oder reine Elektrolyte. Vorbeugend neben der sorgfälti­gen Berücksichtigung der Tipps sol­len Probiotika helfen, den Darm vor Montezuma zu bewahren. Sind die Beschwerden nach einigen Tagen nicht verschwunden, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen, der den Beschwerden auf den Grund geht. Wer diese Tipps berücksichtigt, sollte verschont blei­ben. Aber bitte: nicht zu verkrampft nach allem suchen, was krank machen könnte. Schließlich sind Sie im Urlaub und wollen sich erholen - vielleicht bei der Besichtigung der wundervollen Altertümer im Land Montezumas.
Und wer weiß, alles Gold konnte Cortes nicht rauben. Es muss also noch etwas da sein vom Schatz der Azteken.

Tipps für Urlaubsgenuss in südlichen Ländern:
Empfehlenswert und meist gefahrlos zu genießen:

1. frisch Gekochtes und gut Durchge­bratenes wie Fleisch, Kartoffeln, Nudeln, Reis, Suppen, auch Bohnen, Erbsen, Zwiebeln usw.,
2. Schalenobst wie Orangen, Bananen, Mangos, Ananas, Kokosnüsse,
3. Gewürze und Würzmittel, etwa Pfeffer, Chili, Salz, Curry, Essig und Speiseöl.

Bedenklich und mit Vorsicht zu genießen:
1. unvollständig gebratene/gekochte Speisen wie z.B. Geflügel, Fisch, Meeresfrüchte (wie Krabben, Krebse, Muscheln),
2. unpasteurisierte Milch und Milch­produkte wie Käse, Joghurt, Quark (Frischmilch immer abkochen!),
3. Tiefkühlkost, da sie zwischendurch womöglich schon einmal angetaut war.

Unbedingt meiden:
1. rohes Fleisch (z. B. Tatar); rohen Fisch und rohe Meerestiere (z. B. Austern),
2. halbgegarte Speisen (wie Steaks),
3. rohe, kalte, abgestandene Speisen (kalte Buffets!), da sie sehr schnell verderben können. Schinken, Wurst, Salate und rohes Gemüse, Obstsalate, Saucen, Pasteten sowie Speiseeis.
4. Wassermelonen: ältere Früchte können mit unsauberem Trinkwasser prallvoll gespritzt worden sein.
5. Gerichte und offene Getränke von Straßenhändlern.
6. eierhaltige Speisen, wie z. B. mayon­naisehaltiger Kartoffelsalat, Eier­Sandwichs (Vorsicht, Salmonellen!).

     
Anmeldung/Infos: Telefon: 08257   999 555     Fax 08257  999 566
im Reisebüro : 86568 Hollenbach-Motzenhofen, Dieselstrasse 2
direkt an der Ortsdurchfahrt von Motzenhofen, am Ortsende
in Richtung Mainbach, im neuen Gewerbegebiet
Öffnungszeiten: Mo. bis Fr. von 8.00- 12.00 Uhr
                      Mo. bis Fr. von 13.00- 18.00 Uhr
                           Sa. von 9.00- 12.30 Uhr
Online      : mail@betzmeir.de