Im Herbst 1933 gründete Anton Betzmeir daraus ein kleines Transportunternehmen. In dieser Zeit herrschte zwar ein leichter wirtschaftlicher Aufschwung, nichtsdestotrotz erforderte dieser Schritt doch viel Mut. Denn auf den motorisierten Personentransport war die Welt noch nicht vorbereitet. Dank dem Weitblick dieses Pioniers und seines Bruders Jakob Betzmeir der wenige Jahre später hinzu kam, entstand so die Fa. Gebrüder Betzmeir.
Mit regelmäßigen Fahrten nach Augsburg zum Markt wurde der Linienverkehr begründet, Fahrten zu Hochzeiten, an die bayerischen Seen und in die Alpen legten den Grundstein für die spätere Omnibustouristik. Doch der Ausbruch des 2. Weltkrieges veränderte viele Schicksale. Anton wurde zum Arbeitsdienst verpflichtet, nur wenig später kam die Abkommandierung zur Wehrmacht, der eigene LKW wurde mit dienstverpflichtet. Nach insgesamt 6 schweren Kriegsjahren mit Verwundung kam er anschließend in russische Gefangenschaft und verbüßte dort 3 Jahre. Nach der Rückkehr in die Heimat,
stand Anton Betzmeir, wie so viele Menschen nach Kriegsende, vor dem
Nichts. Leider wurde der eigene LKW wurde im Krieg zerschossen, der Ford
V8 wurde von den Amerikanern in den letzten Kriegstagen verbrannt.
Der Neubeginn im Jahre 1948: Aus einem alten Fahrgestell und einem vom Krieg unversehrt gebliebenen Motor wurde der erste Omnibus nach dem Kriege notdürftig zusammengebastelt. Der Linienverkehr von Hollenbach nach Augsburg wurde wieder aufgenommen, mit Ausflugsfahrten an die bayerischen Seen und die Alpen begann der Reiseverkehr.
Im Jahre 1951 kam schon ein Borgward-Bus mit 90 PS (!) zum Einsatz, nach und nach entwickelte sich das Geschäft und die Busflotte wurde vergrößert. Im Jahre 1958 der erste Bus mit Heckmotor (ein Setra) und bequemer Reisebestuhlung, damit wurden bereits Fahrten nach Südtirol und in die Dolomiten durchgeführt. Anton und Jakob stammten aus einem streng katholischen Elternhaus, da war pilgern schon in die Wiege gelegt worden. So veranstaltete man 1958 auch die erste organisierte Wallfahrt nach Lourdes. Die Fahrt fand unter teils abenteuerlichen Bedingungen statt, legte aber den Grundstein für die späteren Pilgerfahrten. Lourdesfahrten werden seither ohne Unterbrechungen durchgeführt.
Im Jahre 1977 kam der erste Bus mit Klimaanlage, 10 Jahre später der erste Bus mit Toilette und Bordküche. Der obligatorische Kühlschrank wurde damals noch von der Brauerei gesponsert.
Seit 1976 ging die Firmenleitung stufenweise auf die zweite Generation über, Anton jun. und Georg stiegen mit in das Geschäft ein.
Georg Betzmeir verließ auf eigenen Wunsch den Betrieb im Jahr 1985.
Im Jahre 1986 wurden Omnibus und LKW – Betrieb auch wirtschaftlich getrennt und zwei GmbH’s gegründet.
Die Leistung lag dann bis Ende des Jahres 2004 in den Händen von
Anna-Maria und Anton Betzmeir jun. Unser Seniorchef verstarb im Jahre
1990.
Zum Jahreswechsel 2004
/ 2005 wurde der Omnibusbetrieb an Herrn
Andreas Kölbl verkauft. Unser langjähriger
Mitarbeiter führt die Geschäfte unverändert weiter. Dieser Schritt
erforderte viel Mut, wobei wir jetzt wieder am Anfang unserer
Firmengeschichte stehen. Insgesamt 10 Mitarbeiter und 8 komfortable Reisebusse
sorgen für eine gesicherte Basis und solide Weiterentwicklung in der Zukunft.